9 Wege für mehr Zeit – Ziele erreichen trotz Beruf und Familie.

9 Wege für mehr Zeit – starte jetzt!

Zeit ist relativ. Sie ist da und muss nirgendwo hin, um irgendwo anzukommen. Doch oft belastet uns der Eindruck, dass es im Leben darum geht, verschiedene Stufen in einer festgelegten Zeit zu erreichen und abzuarbeiten.

Bei dieser vorprogrammierten, von äußeren Anforderungen initiierten Jagd geht häufig der Blick für das Wesentliche verloren: Die Realisierung von eigenen Vorhaben. So scheitern 90 Prozent aller Vorhaben, obwohl es viele ernst meinen.

Vielleicht möchten Sie mehr Sport machen, aber haben Familie und einen Job, also woher bitte die Zeit nehmen?

Zeitmangel ist das Symptom, nicht die Ursache. Alles beginnt mit Ihrer Entscheidung.

Vorhang auf.

9 Wege für mehr Zeit

Analysiere, finde, ignoriere

Wer noch Zeit hat für E-Mails, Facebook, Romane, TV, Twitter, WhatsApp oder YouTube, der hat auch Zeit zum Sportmachen. Lernen Sie Zeitdiebe zu erkennen und sie zu ignorieren.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Wenn wir nur 30 Minuten früher aufstehen, um unser Workout zu machen, dann sind das im Jahr über 182 Stunden. Das sind 7 ganze 24-Stunden-Tage!

Anpassen äußerer Umstände

Zeit kann nicht vervielfältigt werden, das bedeutet auch bei einigen Dingen kürzerzutreten. Handeln Sie Ihre Prioritäten neu aus. Hier ein paar Tipps für mehr Flexibilität und Zeit im Job:

  • Berufswechsel -> Vom Schreibtisch- zum “Ausdauer”beruf (Prinzip: Zwei Fliegen mit einer Klappe)
  • Wechsel in Gleitzeit -> Steigerung Ihrer Flexibilität
  • 80-Prozent-Stelle aushandeln -> Unmittelbarer Zeitgewinn

Konsum drosseln

Im Zeitalter des Überflusses macht es Sinn, den Konsum herunterzuschrauben. Das kann in etwa so aussehen:

  • Beschränkung auf EIN digitales Gerät
  • Beim Einkaufen: Qualität statt Quantität
  • Private Nachrichten und E-Mails nur in definierten Zeitfenstern lesen
  • erst umsetzen, dann (wenn überhaupt) konsumieren. Oftmals informieren wir uns zu ausführlich und vergessen dabei das Wesentliche: Die Umsetzung. Drehen Sie den Spieß um: Erst tun, dann informieren und evtl. nachbessern.

Planung

Pläne erfüllen den Zweck, unsere Vorhaben zu strukturieren. Dabei gilt: Vage Pläne = vage Ergebnisse. Bei einer sorgfältigen Planung können wir Wege einsparen, indem wir mehrere Sachen in einem Schwung erledigen und eine Bremse für unsere Vergesslichkeit setzen.

  • Einkaufsliste schreiben
  • To-Do-Liste anlegen, etwa mit Trello
  • In Blöcken arbeiten, um mehrere Dinge in einem Schwung durchzuziehen

Vermeide Überplanung

Planen Sie aber nicht so viel, dass Sie die Umsetzung vernachlässigen – oder gar nicht anfangen. Hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Gehen Sie das Wichtige zuerst an und stellen Sie befristete Dinge hinten an, da diese sowieso erledigt werden müssen.

Agiere antizyklisch

Machen Sie Ihre Erledigungen, wenn es die anderen nicht tun. So ersparen Sie sich zehrende Wartezeiten.

Mach Dein Ding – mit aller Kraft

Erzeugen Sie sich günstige Umstände und bewundern Sie nicht die Intensität des Teints Ihres Nachbarn, sondern achten Sie darauf, dass Sie handeln.

Legen Sie den Fokus auf eine Sache. Ein Plan. Ein Ziel. Wenn wir einen Plan B haben, werden wir früher oder später auf jenen ausweichen. Das führt dazu, dass wir die Dinge halbherzig angehen.

Stelle Angestellte ein. Verhandel mit Deinem Lebenspartner.

Wir können niemanden einstellen, der für uns die Bahnen läuft. Wir können aber jemanden engagieren, der jene Dinge erledigt, die an der Uhr knappern.

Butter bei die Fische – Prozess-Nachhaltigkeit für mehr Zeit

Wenn wir zwei Wochen an unserem Vorhaben arbeiten, es dann aber wieder verwerfen, waren es zwei verlorene Wochen. Der zweite Part des Beitrags zeigt Ihnen, wie Sie die Nachhaltigkeit Ihrer Vorhaben steigern.

Bau Dir ein Team auf

Suchen Sie sich Kontakte, die ein vergleichbares Vorhaben anstreben. Einen Partner zum Walking oder Joga findet man unter anderem bei nachbarschaft.net.

Emotionale Ziele setzen

Lebendige Ziele, die begeistern und Emotionen entfachen, ermöglichen Leidenschaftliches und überzeugen durch Authentizität. Informieren Sie Ihr Unterbewusstsein nicht nur, verführen Sie es!

Durch Visualisierungen und Affirmationen laden wir unsere Vorhaben emotional auf und erzeugen ein mitreißendes Engagement.

Sei der Lotse

Es ist einfach zu behaupten: Ich habe keine Zeit. Jedoch hat jeder Tag 24 Stunden. Wir sind der Schmied unseres Zeitmanagements. Durch solche Keine-Zeit-Behauptungen verkennen wir unsere Eigenverantwortung und schlüpfen in die Opferrolle.

Zwang ade

Wenn wir nicht zum Sport kommen, dann überkommt uns ein ungutes Gefühl. Es ist so, als wären wir jemandem etwas schuldig – nämlich uns selbst. So wird das Sportmachen mit Schuldgefühlen assoziiert – und die Hemmschwelle wird noch höher.

Nehmen Sie Ihre Vorsätze ernst, aber begegnen Sie ihnen mit Vorfreude und Enthusiasmus. Machen Sie sich klar, warum Sie es tun und welchen langfristigen Nutzen es hat – und sorgen Sie für eine schnelle Realisierung. Je länger wir darüber nachdenken, desto mehr Gründe/Ausreden fallen uns ein, es nicht zu tun und desto mehr Zeit tröpfelt ins Nirwana.

Umsetzungstagebuch

Eine Planungsalternative, die den Fokus auf die Umsetzung richtet, ist das Umsetzungstagebuch. In diesem Buch schreiben wir jeden Tag nieder, was wir umgesetzt haben, um unsere Vorhaben zu verwirklichen.

Dazu bedarf es einer kurzen, spontanen Vorarbeit, die die Wahrnehmung von intrinsischen Vorhaben in den Mittelpunkt stellt. Konzentrieren Sie sich dabei auf die folgenden vier Bereiche: Freizeit, Gesundheit, Beziehungen und persönliche Ziele.

Nehmen Sie sich jetzt einen Stift und ein Blatt Papier zur Hand – und beantworten Sie dazu die folgenden Fragen, indem Sie sich in Ihren angestrebten Sollzustand hineinversetzen. Lesen Sie sich täglich durch, was Sie niedergeschrieben haben:

Freizeit

Was tun Sie in Ihrer Freizeit? Verbringen Sie Ihre Freizeit alleine oder mit anderen Personen? Was tun Sie, um Spaß zu haben und sich zu entspannen? Welche Kurse besuchen Sie, um Stress abzubauen? Wie fühlen Sie sich, wenn Sie Ihre Leidenschaften ausüben? In welchen Situationen erfahren Sie pures Glück? Wo verbringen Sie Ihren Urlaub? Wie oft reisen Sie im Jahr?

Gesundheit

Rauchen Sie? Was ist Ihr Körpergewicht? Welche Sportart betreiben Sie? Gehen Sie ins Fitnessstudio? Ernähren Sie sich gesund? Wie viele Mahlzeiten nehmen Sie zu sich? Wie schnell essen Sie? Trinken Sie ausreichend Wasser? Verzichten Sie auf zuckergesüßte Getränke? Was machen Sie, um Ihren Gesundheitszustand zu kontrollieren? Wie oft gehen Sie zum Arzt? Welche Lebensmittel essen Sie? Konsumieren Sie Fertigprodukte oder bereiten Sie Ihr Essen frisch zu? Trinken Sie Alkohol? Wie oft trinken Sie Alkohol? Ernähren Sie sich biologisch oder konventionell? Wie oft kontrollieren Sie BMI und Bauchumfang? Bewegen Sie sich regelmäßig? Bei welcher Sportart fühlen Sie sich ausgelastet und glücklich? Gehen Sie kurze Strecken zu Fuß? Wie viele Schritte absolvieren Sie pro Tag?

Beziehungen

Wie ist Ihre Beziehung zu Ihrer Familie? Sehen sie sich regelmäßig? Was unternehmen sie gemeinsam? Wie zeigen Sie Ihrer Familie, dass Sie sie lieben? Wer sind Ihre Freunde? Fühlen Sie sich geliebt und unterstützt? Wer ist Ihr bester Freund oder Ihre beste Freundin? Sind Ihre Beziehungen von hoher Qualität?

Persönliche Ziele

Bilden Sie sich weiter? Besuchen Sie Workshops oder Seminare? Lesen Sie Bücher? Welche Arten von Büchern lesen Sie? Wie viele lesen Sie pro Monat? Spielen Sie ein Instrument? Nehmen Sie sich Zeit für Kultur? Meditieren Sie? Was leisten Sie für andere Menschen? Nehmen Sie an Studien teil? Spenden Sie an soziale Einrichtungen? Sind Sie in der Politik aktiv?

Den Flow finden

In der ambitionierten Fitness-Welt gibt es so einen Begriff: Den „Flow“. Es bedeutet, dass man die Vorhaben einfach umsetzt, ohne darüber nachzudenken. Wenn die einzelnen Handlungsschritte zur Gewohnheit reifen (etwa nach 66 Tagen), gleiten Sie im Flow. In diesem Zustand geht alles federleicht von der Hand. Egal ob Sie einen Plan haben oder nicht, Sie tun es einfach – es ist Routine. Im Flow befinden Sie sich am Gipfel Ihrer Effektivität.

Vor kurzem stand ich vor einer Bank, an der Hing ein Schild mit der Aufschrift “24-Stunden-Banking” – aber so viel Zeit habe ich gar nicht. Steven Wright